{"id":272,"date":"2011-04-24T22:54:08","date_gmt":"2011-04-24T21:54:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sumpflaeufer.de\/?p=272"},"modified":"2012-03-25T20:42:45","modified_gmt":"2012-03-25T19:42:45","slug":"strongmanrun-bericht-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/?p=272","title":{"rendered":"StrongmanRun &#8211; Bericht II"},"content":{"rendered":"<p class=\"imageholder\"><a href=\"\/wp-content\/images\/img_085big.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/images\/img_085.jpg\" title=\"Erstes Hinderniss, zweite Runde...\" align=\"left\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Lauf&#8230;<br \/>\n<\/strong>Zun\u00e4chst ging es auf Beton stetig leicht bergab. Hierdurch war das Tempo gef\u00fchlt recht hoch, trotzdem war es nicht einfach zusammen zu bleiben, weil das Feld noch ziemlich dicht war, zumal ja auch niemand erkennen konnte, dass wir zusammen geh\u00f6ren. Dann tauchte das erste Hinderniss vor uns auf &#8211; h\u00fcfthohe Strohballen mit angeh\u00e4ngten Reifenstapeln, allerdings mit etwa f\u00fcnfzig Metern R\u00fcckstau. Da kann man nachvollziehen, warum im Startblock viele m\u00f6glichst weit vorne stehen m\u00f6chten. Nun war erst einmal Warten angesagt. Meine Bef\u00fcrchtung, dass einige \u00dcbermotivierte in dem Gedr\u00e4nge ohne R\u00fccksicht auf die Mitl\u00e4ufer vorgehen best\u00e4tigte sich hier und auch bei allen anderen Hindernissen nicht, im Gegenteil: wo jemand Probleme hatte wurde selbslos geholfen- klasse!<\/p>\n<p>Nun endete irgendwann der komfortable Untergrund und wurde zunehmend anspruchsvoller. Es ging weiterhin \u00fcberwiegend bergab, teilweise sogar mit st\u00e4rkerem Gef\u00e4lle, sodass man teils stark abbremsen musste. Ich mochte gar nicht daran denken, aber alles was es bisher runter ging, musste zwangsl\u00e4ufig auch wieder nach oben gelaufen werden. Die ersten zwei Kilometer vergingen gef\u00fchlt sehr schnell. Alsdann kam &#8222;Cool Down&#8220; &#8211; das erste Hinderniss mit Wasserber\u00fchrung, laut Beschreibung ein &#8222;Hochgeschwindigkeitshinderniss&#8220;. Genau genommen handelte es sich hier um ein paar Meter Teichfolie die mit leichtem Gef\u00e4lle an einem Wassergraben m\u00fcndete. Ich sch\u00e4tze mal 1,5 Meter breit. Nun stand ich vor der Entscheidung: Entweder versuchen, dr\u00fcber weg zu springen, dabei einigerma\u00dfen trocken zu bleiben, aber eventuell auch mit dem Fu\u00df bl\u00f6d aufzukommen. Einige entschieden sich f\u00fcr das ander Extrem: &#8222;Arschbombe&#8220;. Ich w\u00e4hlte die goldene Mitte, indem ich einfach in die braune Br\u00fche mit m\u00e4\u00dfigem Tempo einstieg. Besonders tief war es nicht, aber bereits ein temperaturm\u00e4\u00dfiger Vorgeschmack auf &#8222;Down Under&#8220;. Bereits hier merkte ich, es ist ein riesiger Unterschied ob man langsam ins Wasser steigt, um sich zun\u00e4chst an kaltes Wasser zu gew\u00f6hnen, oder &#8211; wie in diesem Fall &#8211; voller Adrenalin, ohne gro\u00df nachzudenken einfach &#8222;macht&#8220;. Zus\u00e4tzlich m\u00f6chte man ja die Nachfolgenden auch nicht aufhalten. Das n\u00e4chste Hinderniss folgte bald, es war &#8222;Cliffhanger&#8220;. Hier galt es, sich an einer Traverse r\u00fcberzuhangeln. Die begrenzenden Rohre schienen mir zu dick, weil meine fingerlosen Handschuhe sehr rutschig waren. Also nahm ich die dazwischenliegenden, d\u00fcnneren Streben. Ich hab&#8217;s mir einfacher vorgestellt, denn prompt rutsche ich auf dem letzten St\u00fcck ab. \u00dcbrigens wurde im Internet ja hei\u00df \u00fcber die drei Meter tiefe Grube diskutiert. Der Abstand ma\u00df sich zwischen der Traverse und der Grube. Selbst jemand der nur 1,5 Meter gro\u00df ist hat seine H\u00e4nde ja in zwei Metern H\u00f6he und f\u00e4llt maximal einen Meter nach unten, also alles halb so schlimm!\u00a0Weil ich es beim ersten Anlauf nicht geschafft hatte, ging ich wieder zur\u00fcck und hatte beim zweiten Mal mehr Gl\u00fcck. Leider verlor ich dadurch mein Team aus den Augen. Egal, weiter gings zu &#8222;Down Under&#8220; dem Hinderniss mit\u00a0 Schwerpunkt Wasser. Hier rutschte man vom recht steilen Rand in die Fluten und war bis \u00fcber die Brust nass. Allerdings driftete auch hier die vorgefundenen Realit\u00e4t und die Beschreibung im Internet auseinander. Man musste nicht unter Baumst\u00e4mmen unterdurchtauchen, weil zwischen den St\u00e4mmen und der Wasseroberfl\u00e4che etwa ein halber Meter Abstand war. Das n\u00e4chste Hinderniss mit schwierigen und langem Anstieg war wieder mit Wartezeit verbunden, weil recht hohe Heuballen \u00fcberwunden werden mussten. Auch hier war der Teamgeist wieder zugegen: Jeder half Jedem!<\/p>\n<p>Nach gef\u00fchlten sieben Kilometern kam dann die 5km Beschilderung &#8211; oh nein, erst ein Viertel geschafft! Zum Gl\u00fcck gimg es nun nicht nur nach oben, soda\u00df die folgenden Kilometer sich nicht ganz so z\u00e4h gestalteten. Einige Kiesbetten lie\u00dfem die Beine schwer werden. Die letzten Vier Hindernisse der ersten Runde befanden sich dicht aufeinander folgend auf den letzten zwei Kilometern. Bei &#8222;Dirty Dancing&#8220; machte ich den Fehler zu weit rechts zu laufen, wo der Schlamm besonders z\u00e4h und tief war. Das letzte Hinderniss &#8211; &#8222;Alcatraz&#8220; konnte ich auf allen Vieren ohne Bodenber\u00fchrung der Kniee, darum recht schnell \u00fcberwinden. Die erste Runde war geschafft! Zieht man die Wartezeiten ab, dann w\u00e4re ich unter eine Stunde gebleiben, so waren es 1:16. Die ersten zwei Kilometer der zweiten Runde waren schnell vorbei, weil es ja wieder nur bergab ging. Leider fingen nun meine Waden an Probleme zu machen. Anfangs nur bei Anstiegen, dann auch bei Gef\u00e4lle. So ein Mist! Immer so alle zehn Schritte ein kurzes Krampfen. Um auch die letzten acht Kilometer noch zu \u00fcberstehen, nahm ich nun reichlich Tempo raus und machte auch Gehpausen. Tats\u00e4chlich erholten sich die Waden ein wenig, wurden aber dummerweise von der Oberschenkelmuskulatur abgel\u00f6st. Vielleicht reagierten sie sauer auf das Fischernetz, wo sie ein wenig durch die Wartezeit im Wasser ausgek\u00fchlt wurden. Nun zog ich mich fast ohne Beinunterst\u00fctzung durch &#8222;Alcatraz&#8220; &#8211; ein Kiesbad nehmend durch, um die letzten paar hundert Meter zu bew\u00e4ltigen. Nun krampfte wirklich bei jedem Schritt brutal die Oberschenkelmuskulatur, wie ich es noch nicht einmal beim Marathon 2008 erlebt hatte! Selbst hinter dem Ziel auf den Weg zum verabredeten Treffpunkt, dem Warsteinerstand, wurde es nicht besser. Aber &#8211; Geschafft!!!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lauf&#8230;<br \/>\nZun\u00e4chst ging es auf Beton stetig leicht bergab. Hierdurch war das Tempo gef\u00fchlt recht hoch, trotzdem war es nicht einfach zusammen zu bleiben, weil das Feld noch ziemlich dicht war, zumal ja auch niemand erkennen konnte, dass wir zusammen geh\u00f6ren. Dann tauchte das erste Hinderniss vor uns auf &#8211; h\u00fcfthohe Strohballen mit angeh\u00e4ngten Reifenstapeln, [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,4,35],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/272"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/272\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sumpflaeufer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}